Die Bürgermusik Bad Goisern wurde 1834 gegründet und ist somit die älteste Musikkapelle im Salzkammergut sowie eine der ältesten im Land Oberösterreich. Erst 1833 wurde es durch ein von der Habsburgermonarchie erlassenes Vereinsgesetz ermöglicht, dass sich private Personen zusammenschließen.

Der Kanzlist des Pflegegerichtes Wildenstein Ignaz Ramsauer und sechs weitere musikbegeisterte Goiserer schlossen sich zum Musikverein zusammen mit dem Zweck: „Den Feierlichkeiten im Ort einen gebührenden Rahmen zu verleihen“. In den ersten 65 Jahren lautete der Name allerdings nicht Bürgermusik, sondern einfach Musikkapelle oder Musikgesellschaft. Es war in der damaligen Zeit mangels gleichartigen Vereinen nicht notwendig, sich durch den Namen zu unterscheiden. Erst um das Jahr 1900 wurde der Name Bürgermusik gewählt, da die Musikanten hauptsächlich Selbstständige, Beamte und Lehrer waren.

Die erste Ausrückung im Jahr 1834 war die Fronleichnamsprozession und auch heute noch begleiten wir die Prozession durch den Ort. Dem Gründungszweck treu geblieben werden weltliche und kirchliche Anlässe musikalisch umrahmt. Vom Neujahrsgruß, der Faschingszeit über Ostern, dem Ersten Mai, diversen Konzerten und Umzügen streckt sich das musikalische Treiben bis zum Höhepunkt des Vereinsjahres, dem Cäcilienball (heute Cäcilienkonzert). Dieser wurde seit 1843 im Gasthaus Höplinger abgehalten. Das Gasthaus diente auch bis zum Bau des Musikerheimes im Jahr 1970 als Probelokal der Kapelle.

Die Bürgermusik ist seit jeher von markanten Persönlichkeiten geprägt. So waren die Familien Huber, Leitner, Atzmannstorfer, Eder oder Ellmer eng mit der erfolgreichen Geschichte verbunden.

Aktuell steht der Kapelle der Obmann Andreas Rastel vor und musikalisch wird sie von Hansjörg Mittendorfer geleitet. Auch beim Musikerheim ist die Zeit nicht stehen geblieben und so sind wir gerade dabei, dieses zu renovieren und neu zu gestalten. Die Hauptleitung des Projektes trägt der frühere Kapellmeister Markus Hubner.